Wobst: Weiter mit der bewährten Belegschaft
Die Industrie-Druckerei aus Gräfrath bleibt ein Familienbetrieb, startet aber mit neuen Gesellschaftern.
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1959 gründete Paul Wobst (2. v. r.) die Firma, die 1993 ins Dycker Feld zog. Jetzt sind (v. l.) Andreas Wobst, Andreas Mandewirth und Stefan Wobst Gesellschafter. Foto: Uli Preuss (Solinger Tageblatt) |
(flm) "Den Kunden war es wichtig, dass es mit den bekannten Mitarbeitern weiterging", sagt Andreas Wobst. Das ist geschehen: Die Industrie-Druckerei Wobst GmbH unterscheidet sich weder im Namen noch in der Belegschaft deutlich von der insolvent gewordenen Paul Wobst GmbH. Aber die Anteile am Familienbetrieb sind neu gemischt worden: Neben dem Technischen Leiter Andreas Wobst (39) sind jetzt sein Bruder Stefan Wobst (42) und Andreas Mandewirth (41) Gesellschafter.
"Wir werden unentgeltlich unterstützend tätig sein", beschreibt Stefan Wobst (bis 1994 Gesellschafter) die Rolle der neuen Teilhaber. Im alten Unternehmen hatten Firmengründer Paul Wobst, Andreas Wobst und Schwester Claudia Wobst Anteile. "Das Ganze ist emotional belastet", kommentieren die Brüder das, was Insolvenzverwalter Dr. Rainer Maus "interne Probleme" nennt. Maus: "Es hat aber auch Umsatzeinbrüche gegeben, weil ein großer Kunde seine Produktion umgestellt hat."
Die Industrie-Druckerei kann dank ihrer breiten Palette aber reagieren: Das Angebot der 18-köpfigen Belegschaft reicht vom Sieb- und Tampondruck über das Heißfolien-Prägen und Ätzen bis zur Laserbeschriftung. Die meisten Kunden sitzen in einem Umkreis von 50 km um Solingen. Aufträge etwa aus dem Automobilbereich kommen auch aus ganz Deutschland.